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Schimmelprävention

Praktische Tipps zum Vorbeugen von Schimmel

Die wichtigste Massnahme um Schimmelbefall zu vermeiden, ist das richtige Lüften! Denn durch das Lüften verringern Sie vor allem die relative Luftfeuchtigkeit, was letztlich die Schimmelbildung verhindert. Gleichzeitig sorgen Sie durch das Lüften aber auch für eine gute Luftqualität in den Räumen. Denn durch unseren Stoffwechsel und Aktivitäten geben wir hauptsächlich Wasser und CO2 in die Umgebungsluft ab. Weiter können auch Restemissionen aus Materialien von Einrichtungsgegenständen oder Baustoffen die Raumluft belasten.

 

Richtig Lüften, so funktioniert’s

Am Besten öffnen Sie während 5 bis maximal 10 Minuten die Fenster vollständig. Auch können Sie zwei Räume, welche über einen Gang oder direkte Türen verbunden sind, gleichzeitig lüften. Wesentlich dabei ist, dass ein Durchzug entsteht. Durch diesen kurzen Lüftungsvorgang wird lediglich die Raumluft erneuert. Sie verhindern dadurch das Auskühlen der Wände und sparen viel Energie. Sogar in kalten Jahreszeiten, wenn es draussen schneit, regnet oder nebelig ist, kann bedenkenlos gelüftet werden. Die verbreitete Meinung, dass mit dem Lüften feuchte Luft in den Wohnraum gelangt, ist falsch. Im Gegenteil, durch das Stosslüften führen Sie die Raumluftfeuchte nach draussen. Denn warme Luft kann (physikalisch bedingt) mehr Feuchtigkeit aufnehmen als die kalte Aussenluft. 

 

Während der Heizperiode sollten Sie Fenster in Kippstellung (auch im Badezimmer) vermeiden. Dadurch kühlen nämlich die angrenzenden Bauteile aus und es kommt zu Kondenswasserbildung. Die Schimmelbildung ist vorprogrammiert.

 

Zusammenfassung und weitere Tipps, um Schimmel vorzubeugen

  • Innenräume sollten im Winter nie mehr als 40%, im Sommer nie mehr als 60% relative Feuchtigkeit aufweisen.
  • Die Raumtemperatur sollte zwischen 19° und 21° Grad betragen.
  • Mindestens zweimal am Tag für 5 bis 10 Minuten Stosslüften.
  • Beim Stosslüften darauf achten, dass Durchzug entsteht.
  • Fenster in Kippstellung während der ganzen Heizperiode vermeiden.
  • Badezimmer: vor allem nach dem Duschen/Baden unbedingt Stosslüften. Falls vorhanden Ventilator benützen und dessen Filter regelmässig auswechseln.
  • Türen zwischen unterschiedlich stark beheizten Räumen schliessen.
  • Während und nach dem Kochen oder Abwaschen das Fenster öffnen oder den Dampfabzug einschalten.
  • Wäsche nicht in der Wohnung trocknen.
  • Möbel nicht direkt an "kalte" Aussenwände stellen, da sie dort die Luftzirkulation behindern. 10 cm Abstand ist ideal.
  • Blumenerde nicht zu nass halten, verschimmelte Erde auswechseln.
  • Lagern von Brennholz im Wohnbereich vermeiden.
  • Kalkhaltige Wandverputze und rein mineralische Farben gelten als sogenannte „Schimmelfresser". Sie sind darum kunststoffhaltigen Wandverputzen sowie Dispersionsfarben, die Schimmelpilzbefall begünstigen, vorzuziehen.